Unsere Geschichte
Eckwarden blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück, die weit vor der Entstehung des Jadebusens begann. Über Jahrhunderte wurde das Dorf von Häuptlingen, Grafen, Kriegszeiten und technischen Entwicklungen geprägt. Die wichtigsten Stationen dieser Entwicklung findest du im folgenden Überblick.
Einwohner
Größe
Eckwarden gehört zu den ältesten Siedlungen der Region und existierte vermutlich schon lange vor der Entstehung des Jadebusens. Erste schriftliche Hinweise auf das historische Wurtendorf stammen aus dem 12. Jahrhundert. Als Versammlungsort der Rüstringer taucht häufig der Name Eckwarderbrügge auf, wo 16 Geschworene aus den Kirchspielen eine frühe Form der Selbstverwaltung ausübten.
Ende des 14. Jahrhunderts stand das Dorf unter der Herrschaft des Häuptlings Edo Wummeken, der Verbindungen zu Seeräubern pflegte. Rund hundert Jahre später übernahmen die Grafen von Oldenburg die Macht über Butjadingen. Sie spielten eine wichtige Rolle im Deichbau und eigneten sich zudem die Kirchengüter Roddens und Inte bei Eckwarden an.
Mitte des 18. Jahrhunderts traf eine schwere Viehseuche die Region und forderte über 3.000 Tiere. Ein weiteres bedeutendes Ereignis war 1810 der Bau einer französischen Batterie in Großwürden unter Napoleon Bonaparte. Sie diente als Stützpunkt der Kontinentalsperre gegen englische Waren, da der Schmuggel damals florierte. Mit dem Jade-Vertrag von 1853 verkaufte Oldenburg Eckwarderhörne an Preußen; durch das Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 gelangte es wieder in oldenburgischen Besitz.
Mit dem Bau der Butjenter Bahn im Jahr 1907 begann für Eckwarden eine neue Epoche. Bereits zwei Jahre später verband der erste Zug Nordenham mit Eckwarderhörne und sorgte für wirtschaftlichen Aufschwung sowie einen regelrechten Bauboom. In den Sommermonaten nutzten über 20.000 Fahrgäste die Bahn.
Auch der Zweite Weltkrieg verschonte das Dorf nicht: 1943 zerstörte ein Bombenangriff mehrere Häuser in Eckwarden und Umgebung. Die Feuerwehr kämpfte tagelang gegen die Folgen – unterstützt von vielen Frauen, da die meisten Männer im Krieg waren.
1933 wurde Eckwarden der Gemeinde Burhave zugeordnet, die 1936 den Namen Butjadingen erhielt. Nach deren Auflösung 1948 bekam Eckwarden seine Selbstständigkeit nicht zurück. Seit dem 1. März 1974 gehört der Ort zur neu gebildeten Gemeinde Butjadingen.
Über mehrere Jahrzehnte prägte zudem der „Bauernpoet“ Hinrich Janssen das kulturelle Leben des Dorfes, der hier rund 40 Jahre lebte.
Quellen: Wikipedia, Geoindex, Gemeinde Butjadingen




